RFID Koffer

Geht ein Koffer verloren, dann ist das immer mehr als ärgerlich und für die jeweilige Fluggesellschaft meist teuer. Noch vor wenigen Jahren konnte es passieren, dass ein Koffer nie wieder aufgetaucht ist. Heute gibt es die RFID-Technik und damit die Möglichkeit, den Koffer einfach und schnell zu orten, und zwar per App.

Es geht wenig verloren

In den meisten Fällen schaffen es die Airlines, mit den Passagieren auch den passenden Koffer zu transportieren. Trotzdem gehen immer mal wieder Gepäckstücke verloren. Geschätzt verliert eine Airline wie die Lufthansa bei 1000 transportierten Koffern und Taschen sechs Gepäckstücke. Das ist auf den ersten Blick nicht allzu viel, aber jedes der sechs verlorenen Gepäckstücke bedeutet Ärger für den Besitzer. Zwar gibt es für beinahe jeden Aspekt einer Reisen die dazu passende App, aber leider sind die Barcodes, die die Fluglinie an die Koffer klebt, immer noch aus empfindlichem Papier. Papier reißt schnell und der Barcode verschmutzt noch schneller. In der Folge bleibt öfter mal ein Koffer stehen oder landet da, wo er nicht landen sollte, nur weil sich der Barcode auf dem Papierstreifen nicht mehr lesen lässt.

Die digitale Lösung

RFID heißt die Lösung, um verlorene Gepäckstücke einfach wiederzufinden. Die RFID-Technologie macht das Tracking per Funkwellen möglich, wobei eine Antenne den Koffer identifiziert. Diese Antenne hat eine deutlich bessere Rate als ein optischer Scanner, wenn es um das Auslesen geht. Ob das System sinnvoll ist oder nicht, hängt jedoch davon ab, woher der Koffer kommt, denn nicht alle Flughäfen arbeiten mit der gleichen Technologie. Die RFID-Technik ist immer nur dann interessant, wenn alle Flughäfen und alle Fluggesellschaften mitmachen. Die digitale Lösung braucht die passende Infrastruktur und über diese verfügen nicht alle Flughäfen. Gepäckbänder und Antennen sind nötig, um die Funkwellen zu erkennen, notwendig sind aber auch Drucker für die Anhänger mit RFID-Chips.

International erfolgreich

RFID-Technik kommt in der Luftfahrt schon seit fast 20 Jahren in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Die ersten Ansätze, um Gepäckstücke verfolgen zu können, gibt es jedoch erst seit wenigen Jahren. Auch der größte deutsche Flughafen in Frankfurt probiert seit 20 Jahren die RFID-Technik aus. Durchgesetzt hat sich die Koffererkennung mittels Funkwellen aber bis heute nicht. Ganz anders sieht es dagegen in den USA und in Asien aus. So arbeitet der McCarran Flughafen in der amerikanischen Spielerstadt Las Vegas und auch der Hongkong International Airport seit einigen Jahren erfolgreich mit RFID-Technik. Auch bei der Fluggesellschaft Delta Airlines aus den USA erhalten alle Taschen, Koffer und Rucksäcke seit einigen Jahren einen RFID-Chip, um das Gepäckstück bei Verlust nachverfolgen zu können.

RFID-Technik an Koffern und Flughäfen kommt sowohl den Passagieren als auch den Airlines zugute. Vor allem die Fluggäste profitieren von den Vorteilen des Systems. Bei Delta Airlines beispielsweise bekommen sie eine Push-Nachricht auf ihr Smartphone. Koffer und Taschen können so vom Check-in bis zum Gepäckband am Zielflughafen exakt verfolgt werden. Reisende sind jederzeit in der Lage, sich darüber zu informieren, wo sich jedes einzelne Gepäckstück gerade befindet. Die Lufthansa plant einen ähnlichen Service, der allerdings noch in der Versuchsphase ist.

Beitragsbild: depositphotos.com / 65610429@olly18

77 votes, average: 4,56 out of 577 votes, average: 4,56 out of 577 votes, average: 4,56 out of 577 votes, average: 4,56 out of 577 votes, average: 4,56 out of 5
Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
Ulrike Dietz

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Letzte Aktualisierung am 13.12.2018 / Affiliate Links * / Platzierung nach Amazonverkaufsrang / Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen