RFID Kaffeebecher

Pro Stunde verbrauchen die Deutschen 320.000 Einwegbecher. Das hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) errechnet und weitere Berechnungen kamen zu einem erschreckenden Ergebnis. Jedes Jahr landen 2,8 Milliarden Becher auf dem Müll und das ergibt 40.000 Tonnen Abfall nur durch Einwegbecher für Kaffee oder Tee. Dass etwas geschehen muss, ist keine Frage und es gibt viele Ideen, wie sich das Problem bewältigen lässt. Becher aus Bambus sind hier im Gespräch, sowie Pfandsysteme, die aus Einwegbechern Mehrwegbecher machen.

Eine schlaue Lösung

Ein Porzellanhersteller aus Thüringen hat sich ebenfalls Gedanken über den riesigen Berg von Müll durch Einwegbecher gemacht. Das Unternehmen hat einen Kaffeebecher entwickelt, der unter anderem auch aus Porzellan sein kann und mit moderner RFID-Technologie funktioniert. Der entsprechende Chip hat auf der Unterseite des Bechers seinen Platz und darf sogar mit in die Spülmaschine. Die RFID-Technik ist ähnlich aufgebaut wie im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Im Fall der Kaffeebecher mit RFID gibt es einen drahtlosen Austausch von Daten zwischen dem Geschirr sowie den Waren-, Kassen- und Bestandssystemen von Cateringunternehmen und der Gastronomie.

Kommunizieren einfach gemacht

Über die RFID-Chips kommunizieren die Tassen, Becher und Schalen der thüringischen Porzellanmanufaktur miteinander. Ein spezielles Bedienmenü ist nicht notwendig, denn der Becher selbst teilt mit, ob es sich beispielsweise um einen Becher für Cappuccino handelt. Das Geschirr ist intelligent und sorgt so dafür, dass alle Kaffeebecher zum Mitnehmen nicht einfach verschwinden, der Weg lässt sich lückenlos verfolgen. Die Verleiher und auch die Cateringunternehmen können dank der Sender-Technologie das Porzellan mühelos aus dem Lager ein- und dann wieder auschecken. Das macht die Inventur einfacher, da die Mitarbeiter die Becher, Schalen und Tassen nicht zählen müssen. Eine entsprechende App auf dem Smartphone oder dem Tablet dokumentiert immer den aktuellen Bestand.

Viele Vorteile

Der smarte Becher hat eine Menge Vorteile und ist nicht nur für den Umweltschutz von Interesse. Nimmt eine Bäckereikette die Mehrwegbecher in ihr Sortiment auf, dann kann der Chip am Boden der Becher mit der App des Unternehmens kommunizieren. Erwirbt der Kunde einen der Becher und nutzt ihn dann, muss er nur die App checken, um die Angebote des Tages in der Bäckerei zu sehen. Auch eventuelle Treuepunkte kann der Becher speichern. Kommt der schlaue Becher in einem Krankenhaus zum Einsatz, dann kann er auch als Zahlungsmittel am Kaffeeautomaten fungieren. Das Personal, die Patienten und die Besucher sind nicht länger auf Bargeld oder Karten angewiesen, wenn sie eine Tasse Kaffee trinken möchten. Im Seniorenheim geht gerne mal Geschirr auf den einzelnen Etagen verloren. Über den Chip lässt sich jederzeit feststellen, wo sich das Geschirr gerade befindet.

Es gibt viele tolle Ideen, wenn es um den Schutz der Umwelt geht, der Kaffeebecher mit RFID-Technik ist einer der effektivsten. Der schlaue Becher senkt die Abfallquote, leidenschaftliche Kaffeetrinker können ohne schlechtes Gewissen ihren „Kaffee-to-go“ trinken und hygienischer ist der smarte Becher auch. Auf dem Chip am Boden des Bechers können Treuepunkte ebenso wie mögliche Guthaben, Allergien oder Vorlieben beim Kaffee trinken sicher gespeichert werden. Wenn der Becher weiß, wie viel er wiegt und wie viel sein Inhalt auf die Waage bringt, kann der Gast im Café seinen Espresso selbst wiegen und dann zahlen.

Beitragsbild: depositphotos.com / 132630028@seb_ra

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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