Gefahr für Kreditkarten?

Beim kontaktlosen bezahlen, entweder mit der Kreditkarte oder der Bankkarte, ist bei allen Zahlungen unter 25,- Euro keine PIN mehr notwendig. Kontaktlos zahlen ist praktisch, es geht sehr schnell und eröffnet Dieben ein völlig neues Betätigungsfeld. Wer sich ein kleines Gerät kauft, das nicht einmal 30,- Euro kostet, kann mit diesem Gerät theoretisch auf Diebestour gehen. Das kleine Gerät nennt sich drahtloses Zahlungsterminal und lässt unauffällig in der Hand tragen. Das macht es einfach, im Gedränge der U-Bahn auf Beutezug zu gehen.

Einfach und gefährlich

Der Dieb, der es auf diejenigen abgesehen hat, die gerne und viel kontaktlos zahlen, muss nur nah genug an seine Opfer herankommen. Das ist im Gedränge der Großstadt nicht allzu schwer. Vor allem junge Leute gehen oftmals sehr sorglos mit ihren Bank- und Kreditkarten um. Sie stecken sie einfach in die Hosentasche und damit sind sie die idealen Opfer für Kriminelle, die mit einem drahtlosen Zahlterminal in ihre Nähe kommen. Mit dem kleinen Gerät gelingt es leicht, ohne dass sich Täter und Opfer berühren müssen. In den kommenden Sommermonaten startet wieder die Hochsaison der Diebe. In den dünnen Sommerhosen und Röcken finden viele Karten ihren Platz und schon nach wenigen Minuten bekommt der Dieb das, was er möchte. Das Gerät lässt sich im Internet bestellen und ein Gewerbeschein ist nicht erforderlich.

Die modernen Karten machen es möglich


Mit welcher Karte das kontaktlose zahlen möglich ist, lässt sich schnell und einfach an der Kontaktlos-Funktion erkennen. Ein aufgedrucktes Symbol, das wie eine Welle aussieht, zeigt dem Nutzer, dass er mit diesen Bank- oder Kreditkarten kontaktlos zahlen kann. Bei einer Karte, die dieses besondere Zeichen nicht hat, ist kontaktlos zahlen jedoch nicht möglich, der Dieb hätte keine Chance, Geld bei der Bank abzuheben. Kaum eine Karte hat das Zeichen nicht, die Banken sind jedoch in der Lage, die kontaktlos zahlen Funktion einfach zu deaktivieren. Es gibt Banken, die bieten für die Deaktivierung eine spezielle App. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken ist das am Geldautomaten möglich und bei den Sparkassen am Schalter. Es gibt aber auch Banken, die bieten ihren Kunden lediglich ein kostenloses Etui an, was die Gefahr praktisch abschirmt. Diese RFID-Geldbörsen gibt es auch im Handel zu kaufen und sie bieten einen sicheren Schutz.

Was ist ein RFID-Blocker?

Selbst wenn kontaktlos zahlen einfach und schnell geht, das Risiko, an einen Dieb zu geraten, ist relativ groß. Um zu verhindern, dass es zu einem Diebstahl kommt, gibt es einen RFID-Schutz, der sich in die Geldbörse integrieren lässt. Dieser Schutz verhindert, dass ein Dieb Geld von der Kreditkarte abbucht oder nach den persönlichen Daten greift. Dieser effektive Schutz kostet nur wenige Euro, sorgt aber für Sicherheit. Die RFID-Hüllen haben das Format einer normalen Kreditkarte, die Karten kommen in die Hülle und schon haben Daten- und Gelddiebe keine Chance mehr. Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, Bank- und Kreditkarten vor dem Auslesen durch Kriminelle zu schützen und das ist die Alufolie. Die silbern glänzende Folie ist in fast jedem Haushalt vorhanden und bietet einen fabelhaften RFID-Schutz. Einfach ein Stück der Folie abschneiden und die Karten darin einwickeln. Dann besteht wieder die Möglichkeit, die Karten, mit denen man kontaktlos zahlen möchte, in der Hosentasche zu tragen, ohne dass etwas passiert.

Mit der zweiten Karte schützen

Nicht alle, die gerne kontaktlos zahlen, möchten bei jeder Gelegenheit die Karten aus der Alufolie wickeln. Es gibt noch eine Alternativlösung, um die Karten effektiv zu schützen, und zwar mit einer zweiten Karte, die ebenfalls einen RFID-Chip hat. Das kann beispielsweise der Personalausweis sein. Einfach den Ausweis zusammen mit der Kredit- oder der Bankkarte ins Portemonnaie stecken und schon kommt es zu einem sogenannten „Card Clash“. Das Lesegerät der Diebe kann die unterschiedlichen Daten auf den Karten erkennen und verweigert daraufhin seine Funktion. Mit Smartwatches oder mit Smartphones, auf denen eine Payment-App wie etwa Google Pay installiert ist, funktioniert das Stehlen von Geld oder Daten übrigens nicht. Hier muss mindestens das Display (Android) aktiv sein oder es gibt einen Scan des Fingerabdrucks, wie das bei Apple der Fall ist. Nur dann ist die Zahlfunktion auch freigeschaltet.

Die Diebe haben es nicht so einfach

Das kleine Gerät soll das Abfischen von Daten und Geld einfach machen, trotzdem stoßen die Diebe in der Praxis auf einige Hürden. Wer kontaktlos zahlen will, sollte zwar auf seine Kredit- und Bankkarte achten, die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich Geld verschwindet, ist jedoch relativ gering. Bevor der Dieb das Zahlterminal überhaupt einsetzen kann, muss er ein Girokonto angeben. Das Geld, das er gestohlen hat, muss er auf ein Konto überweisen. Um überhaupt ein Girokonto eröffnen zu können, ist ein Nachweis der Identität zwingend notwendig. Das macht es der Polizei natürlich einfach, den Dieb schnell zu fangen. Schwierig wird das Ganze hingegen, wenn ganze Banden mit dem kleinen Zahlterminal unterwegs sind. Vielfach sind es Konten im Ausland, auf die das Geld fließt, wenn es von deutschen Kreditkarten gestohlen wird. Die Polizei hat in diesem Fall keine Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Keine Chancen

Keine Chancen haben Kriminelle, die auf die Idee kommen, ein ganzes Terminal zu manipulieren, um den größtmöglichen „Gewinn“ zu machen. Jedes Terminal bekommt erst dann eine Verbindung zu den Bezahlnetzen des jeweiligen Kartenunternehmens, wenn im Vorfeld ein sogenannter Akzeptanzvertrag abgeschlossen wurde. Sollte es zu einer heimlichen Aktion auf der Kreditkarte kommen, mit der der Besitzer kontaktlos zahlen möchte, dann gelingt das nicht. Diese Transaktion führt über die ID des Terminals auf einem direkten Weg zum Betrüger.

Fazit

Kontaktlos zahlen ist bei vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt. Es gilt als cool und hip, die Karte über das Zahlungsterminal zu halten und keine PIN mehr einzugeben. Die Gefahren, die bei dieser Zahlungsvariante bestehen, sind jedoch in jedem Fall real. Es ist durchaus möglich, beim kontaktlos zahlen schlechte Erfahrungen zu machen. Das ist immer der Fall, wenn ein Dieb mit einem kleinen unscheinbaren Gerät ganz in der Nähe lauert und die Daten abfischt. Wer kontaktlos zahlen will, sollte seine Karte nach dem Bezahlen in eine RFID-Schutzhülle stecken oder sie mithilfe einer zweiten Karte in der Geldbörse sicher aufbewahren.

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Beitragsbild: depositphotos.com / 35787047 @ LDProd

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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