RFID Waffensicherheit

Wer gerne ins Kino geht und Actionfilme anschaut, weiß wahrscheinlich auch, was eine Smart Gun ist. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Signaturwaffe, die nur eine autorisierte Person bedienen kann. Seit vielen Jahren wird bereits daran gearbeitet, für mehr Waffensicherheit zu sorgen. 2012 tauchte die Erste dieser besonderen Waffen auf, und zwar im James-Bond-Film „Skyfall“. In diesem 007-Film gibt es eine Smart Gun, die nur James Bond höchstpersönlich abfeuern kann, wenn er sie in den Händen hält.

Immer mehr Unfälle

Mehr Waffensicherheit ist vor allem in den USA ein Thema, wo es aktuell geschätzt 300 Millionen Waffen in privater Hand gibt. 30.000 Tote sind in Amerika pro Jahr zu beklagen und mehr Waffensicherheit ist etwas, was die Menschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kontrovers diskutieren. Das, was bei James Bond wie eine neue Spielerei von „Q“ aussieht, kann in der Realität für mehr Waffensicherheit sorgen. Waffen wie eine Smart Gun sorgen dafür, den Missbrauch einer Waffe durch einen Unbeteiligten gezielt zu verhindern. In den USA kommt es, bedingt durch die vielen Waffen in privaten Haushalten, zu vielen schrecklichen Unfällen. Kleine Kinder hantieren mit den Waffen der Eltern und erschießen ungewollt Geschwister oder Passanten. Das alles lässt sich mit der Hilfe von moderner RFID-Technik verhindern, die bei den Signaturwaffen eine wesentliche Rolle spielt.

Die unterschiedlichen Funktionsweisen


Aktuell gibt es mehrere Möglichkeiten für mehr Waffensicherheit durch eine Signaturwaffe. In einem Punkt ähneln sich die Funktionsweisen jedoch: Der Schütze muss in jedem Fall eine Zugangsberechtigung für die Waffe haben. Um mehr Waffensicherheit zu bekommen, muss es zwischen der Mechanik der jeweiligen Waffe und der Sicherheitselektronik eine Schnittstelle geben. Diese Schnittstelle verhindert effektiv, dass Personen wie beispielsweise Kinder, aber auch Kriminelle mit der Waffe schießen können. Die Schusswaffe kann nur eine Person bedienen, die dazu autorisiert ist. Bislang haben biometrische Daten wie der Fingerabdruck, die Netzhaut oder die Iris im Auge eine wichtige Rolle gespielt. Heute ist mehr Waffensicherheit auch mit einem klassischen PIN-Verfahren mit Passwort und Nummer zu haben. Seit einigen Jahren gibt es außerdem die RFID-Technik, die für mehr Waffensicherheit sorgt.

Ein kontaktloses Instrument

Die moderne RFID-Technik steht für die kontaktlose Übertragung von bestimmten Daten. Geht es um mehr Waffensicherheit, dann bedeutet das: Nur mit der Hilfe der RFID-Technik gibt es die Berechtigung, eine Waffe abzufeuern. Der RFID-Scanner, der das möglich macht, wird bei der Produktion in die jeweilige Waffe eingebaut. Will der Schütze die Waffen beispielsweise für die Jagd nutzen, muss er den Funksender haben, um den RFID-Chip auszulesen. Die Funksender, die ebenfalls für mehr Waffensicherheit sorgen, sind heute in Form einer Armbanduhr, als modisches Armband oder in einem Ring erhältlich. Der Funksender kann mit dem Empfänger kommunizieren, der sich in der Waffe befindet.

Um die Waffe zu entsperren oder zu entriegeln, muss der Waffenbesitzer die Uhr, das Armband oder den Ring im Vorfeld durch seinen Fingerabdruck oder einen PIN-Code entsichern. Ist das geschehen, dann ist es möglich, mit der Waffe zu schießen, aber nur für einen bestimmten Zeitraum. Legt der Jäger die Waffe aus der Hand, ist sie sofort wieder gesperrt.

In den USA gibt es Kritik an der RFID-Technik

Die Möglichkeit, mit der Hilfe von RFID-Technik für mehr Waffensicherheit zu sorgen, stößt vor allem in den USA immer wieder auf massive Kritik. Die Technik kann Menschenleben retten und sie macht es Kindern unmöglich, die im Elternhaus vorhandenen Waffen zu benutzen. Zwar sind die Vorschriften für die Aufbewahrung der Waffen und der Munition sehr streng, aber nicht immer halten sich die Besitzer der Waffen auch an diese Regeln. Was in den USA jedoch gar nicht gut ankommt, ist die Möglichkeit, den RFID-Chip unter die Haut zu pflanzen. Auf diese Weise kommt niemand mehr an den Chip, um die Waffe zu entsperren. In anderen Ländern, wie beispielsweise in Schweden, ist es heute keine Seltenheit mehr, einen RFID-Chip unter der Haut zu tragen. Allerdings nutzen die Menschen dort den Chip für andere Dinge und nicht für mehr Waffensicherheit.

In den USA hat beim Thema Waffen die Waffenlobby der NRA das Sagen. Die National Rifle Association ist sehr mächtig und sie möchte so viel Waffen wie möglich verkaufen. An mehr Waffensicherheit durch RFID-Technik ist der NRA wenig gelegen.

Weitere Entwicklungen

Um noch mehr Waffensicherheit garantieren zu können, arbeitet die Wissenschaft seit einigen Jahren verstärkt an intelligenten Waffen. Diese Waffen sollen in der Lage sein, selbstständig zu erkennen, auf welches Ziel sie gerade gerichtet sind. Erst wenn das Ziel feststeht, soll die Waffe darüber entscheiden, ob sie abgefeuert wird oder nicht. Sollte der Schütze beispielsweise auf eine Schießscheibe zielen, dann geht der Schuss raus. Richtet sich die Waffe jedoch gegen ein Tier oder einen Menschen, wird kein Schuss abgefeuert. Diese intelligenten Waffen sind noch Zukunftsmusik und ob sie tatsächlich so auf den Markt kommen, ist mehr als fraglich. Geeignet sind diese mitdenkenden Waffen nur für den privaten Gebrauch, Polizei und Militär können damit wenig anfangen. Im privaten Umfeld sorgen sie jedoch auf jeden Fall für mehr Waffensicherheit.

Diese neuen Sicherheitsmöglichkeiten sind vor allem in den USA ein Thema. Immer mehr Menschen wünschen sich, dass die Waffen sicherer und vor allem nicht mehr in Kinderhänden zu finden sind. Aber immer noch gibt es in 43 Prozent der amerikanischen Haushalte mindestens eine Schusswaffe. Dazu gehören Pistolen ebenso wie auch halbautomatische Sturmgewehre, die es in den USA frei zu kaufen gibt.

Fazit

Alle zwei Jahre sterben in den Vereinigten Staaten insgesamt so viele Menschen durch den Einsatz von Schusswaffen, wie vor fast 50 Jahren im Krieg in Vietnam. Aber das irritiert und interessiert in den USA kaum jemanden. Präsident Donald Trump spricht bis heute vom verfassungsmäßigen Recht eines jeden Amerikaners, eine Waffe zu tragen. Er werde dieses Recht niemals antasten, so Trump. Auch die Philosophie der NRA lässt an Klarheit nicht zu wünschen übrig: „Der einzige Weg, einen bösen Kerl mit der Knarre zu stoppen, ist ein guter Kerl mit einer Knarre“, sagt Wayne La Pierre, der Präsident der NRA. Eine Waffe ausgestattet mit RFID-Technik hätte ausgereicht und es wäre nicht zu den zahlreichen Massakern an amerikanischen Schulen gekommen. Davon wollen jedoch viele Waffennarren nichts wissen, und zwar nicht nur in den USA.

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Beitragsbild: depositphotos.com / 7121161 @ BrunoWeltmann

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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