Bedrohung der Sicherheit

Alles, was neu ist, kommt nicht immer so gut bei den Bürgern an. Das liegt aber vor allem daran, dass nicht jeder die Neuerung auf den ersten Blick auch versteht und weiß, wie groß der Nutzen sein kann. Dies ist bei der modernen RFID-Technologie der Fall, die viele Menschen für eine Bedrohung der Sicherheit halten. Nicht jeder weiß ausreichend über diese Technologie Bescheid, obwohl sie mittlerweile am Preisetikett der Jeans ebenso wie in der Kreditkarte oder im Personalausweis zu finden ist.

Praktisch im Alltag

RFID ist etwas, was im Alltag sehr nützlich sein kann. Logistikunternehmen arbeiten schon seit einigen Jahren mit der neuen Technik und sorgen mit RFID dafür, dass Waren immer ohne Umwege beim Kunden landen. Die Geschäfte arbeiten mit RFID, um sich die Inventur zu erleichtern. Die kleinen RFID-Chips in den einzelnen Kleidungsstücken geben beispielsweise exakt Auskunft darüber, wie viel Ware noch am Lager ist, wie viel verkauft wurde und viel nachbestellt werden muss. Von der Bedrohung der Sicherheit ist hier natürlich nicht die Rede, auch wenn der Kunde das vielleicht ganz anders sieht. Immer mehr Menschen befürchten, durch die RFID-Technik zu einem „gläsernen Kunden“ zu werden, dessen Geschmack und Vorlieben bei der Kleidung den Händlern bekannt ist und dass ihnen die entsprechende Werbung angeboten wird. Alle, die diese Befürchtung haben, dürfen aber auch bei Facebook oder Instagram keine Fotos in der neuen Jeans posten.

Die Deutschen sind skeptisch


Ein bisschen Skepsis sollte sich jeder bewahren, wenn es um neue technische Errungenschaften geht. Jedes Mal eine Bedrohung der Sicherheit zu sehen, ist allerdings falsch. Bei der RFID-Technik ist das nicht anders. Diese Technik gab es bereits in den 1940er Jahren, ausgereift ist sie jedoch erst vor rund zehn Jahren. Niemand wäre vor zehn Jahren auf die Idee gekommen, RFID als eine Bedrohung der Sicherheit zu sehen. Das Gegenteil war der Fall, die meisten waren von den vielen Möglichkeiten dieser Technik begeistert. Das änderte sich allerdings schlagartig, als bekannt wurde, dass sich Menschen einen RFID-Chip unter die Haut pflanzen lassen, der kaum größer als ein Reiskorn ist. An diesem Punkt kam wieder die Bedrohung der Sicherheit ins Spiel, die Angst vor dem „gläsernen Menschen“ war geboren. Sofort gab es Horrorszenarien, wonach das Einpflanzen dieser kleinen RFID-Chips in die menschlichen Zellen möglich ist. Auch die Geschichte vom „Bestäuben“ mit RFID-Staub machte die Runde. Die Bedrohung der Sicherheit stand über dem praktischen Nutzen dieser Technologie.

Die Technik besser verstehen

Wer sich mit dem Thema RFID auseinandersetzt und die Technik besser versteht, wird keine akute Bedrohung der Sicherheit erkennen. Die meisten sogenannten RFID-Tags sind sehr kleine, zumeist passive Geräte. Sie bestehen aus einer Antenne, einem analogen und einem digitalen Schaltkreis, um Informationen speichern zu können. Der Strom, den die Antenne und die Stromkreise verbrauchen, kommt aus den Lesegeräten oder aus deren Funksignalen. In der Regel sind diese RFID-Chips nur einmal beschreibbar und sie agieren im Grunde wie der bekannte Barcode. Nur das alles über Funk passiert und nicht von einer Kamera erfasst wird. In den meisten Fällen liegt die Reichweite nur bei wenigen Zentimetern. Der große Vorteil dieser passiven RFID-Chips ist: Sie sind günstig und dementsprechend lassen sich auch billige Produkte damit bestücken.

Welche Gefahren gibt es?

Sicher ist, dass RFID in vielen Bereichen des täglichen Lebens keine Bedrohung der Sicherheit darstellt, sondern von großem Nutzen ist. Trotzdem lehnen sehr viele Menschen diese moderne Technik nach wie vor ab. Sie sehen die Gefahren, die diese Technik leider auch mit sich bringt. Die Angst vor diesen Gefahren beginnt mit der RFID-Technik im Autoschlüssel und endet mit dem Chip im Personalausweis. Eine Bedrohung für die Sicherheit ist RFID jedoch immer, wenn die Technik in die falschen Hände gerät. Technisch versierte Kriminelle sind in der Lage, mit relativ geringem Aufwand die Kommunikation der Funksignale zu stören. Sie hacken sich mit einem kleinen Gerät ein, was es im Internet zu kaufen gibt und können die Funksignale anschließend zu ihren Gunsten nutzen. So gelingt es gut organisierten Banden, sich in die Funksignale zu hacken, um zum Beispiel einen teuren Wagen ohne Probleme aufzuschließen, zu starten und zu stehlen. Es gibt aber noch eine andere Bedrohung der Sicherheit, die weitreichende Folgen für die Betroffenen haben kann.

Wie sicher ist der neue Personalausweis?

Eine große Bedrohung der Sicherheit sehen die meisten Menschen darin, dass Kriminelle den RFID-Chip in der EC-Karte oder in der Kreditkarte hacken. Das ist durchaus möglich, und zwar mit äußerst geringen Kosten, mit winzigen Bauteilen, mit einer minimalen Sendeleistung und sehr unauffällig. Kriminelle agieren dazu gerne dort, wo viele Menschen unterwegs sind: in Kaufhäusern, in voll besetzten Bussen und Bahnen oder beim Fußball im Stadion. An diesen Orten kommen sie sehr nahe an die Brieftaschen und Geldbörsen heran, in denen sich neben der Kreditkarte auch der Personalausweis befindet. Die Betroffenen merken davon nichts, schon zwei Meter Abstand reichen aus, um an die Daten zu gelangen. Diese sind zwar verschlüsselt, aber es wird nach der Meinung von Experten nicht mehr allzu lange dauern, bis auch hier der Code geknackt wird.

Einfach schützen

Ein solcher Diebstahl der Daten hat weitreichende Folgen für die Betroffenen und ist deutlich unangenehmer als der Diebstahl von Geld. Wer Angst hat, dass seine Daten oder das Guthaben auf dem Konto durch die neue RFID-Technik in Gefahr sind, kann sich einfach schützen. RFID-Blocker sind ein effektiver Schutz für alle, die das Risiko nicht so richtig einschätzen können. Es gibt mittlerweile spezielle Schutzhüllen, in denen die Kreditkarte, der Personalausweis und die Karte der Krankenkasse sicher aufgehoben sind. Wer es einfacher möchte, sollte die Karten in ein Stück Alufolie wickeln, denn auch das ist ein sicherer Schutz.

Fazit

In Panik zu geraten ist der falsche Weg, wenn es um die RFID-Technik und die möglichen Gefahren geht. Alle, die sich nicht sicher fühlen, können die Daten auf der Karte der Krankenkasse und dem Personalausweis mit Alufolie oder einer besonderen Hülle sicher schützen. Zu versuchen, den RFID-Chip zu zerstören, beispielsweise in der Mikrowelle, ist zwar möglich, aber keine gute Idee. Wer seinen Personalausweis auf diese Weise mutwillig beschädigt, der muss mit einem Bußgeld rechnen, da der Personalausweis Eigentum des Staates ist.

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Beitragsbild: depositphotos.com / 51175883 @ SergeyNivens

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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