RFID-Schließsysteme für Hoteltüren

Es gibt eine Gruppe von Menschen, denen stehen in Hotels weltweit eine Million Türen offen. Dafür sorgen RFID-Schließsysteme für Hoteltüren oder besser gesagt, die Schwachstellen in diesen Systemen. Forscher aus dem F-Secure Bereich haben mit einem bestimmten Tool und mit der Hilfe von alten, nicht mehr gebrauchten Schlüsselkarten eine Art Generalschlüssel gebastelt. Dieses Tool ist in der Lage, in vielen Hotels weltweit die Türen zu öffnen.

Ohne Spuren

Der Generalschlüssel, der die RFID-Schließsysteme für Hoteltüren ohne Probleme knacken kann, wird über ein Funkzugangssystem generiert. Dieses System kommt in Zehntausenden Hotels überall auf der Welt zum Einsatz. Der Generalschlüssel öffnet jede beliebige Tür und das, ohne dabei elektronische oder physische Spuren zu hinterlassen. Es kann niemand mehr nachweisen, wie die Tür geöffnet wurde. Das, was wie ein Paradies für Einbrecher klingt, ist jedoch ein sehr komplexer Vorgang. Betroffen ist das „Vision by VingCard“ Zugangssystem, das auf allen Erdteilen Millionen von Hoteltüren absichert. Alleine in Deutschland sind rund 30.000 Hoteltüren mit diesem System gesichert und alle diese Türen sind von der Schwachstelle der RFID-Schließsysteme für Hoteltüren betroffen.

Ein sehr einfaches Werkzeug

Die Wissenschaftler, die sich mit den RFID-Problemen bei Hoteltüren beschäftigt haben, nutzen nach Zeitungsberichten ein Multifunktionstool mit Namen „Proxmark3“. Dieses Werkzeug ist frei verkäuflich und kostet nicht einmal 300,- Dollar. Mit diesem Tool ist es möglich, RFID-Chips zu manipulieren, auszulesen und auch zu klonen. Um die praktische Seite des Tools zu demonstrieren, wurde es so konfiguriert, dass das einfache Einlesen einer Schlüsselkarte für ein Hotelzimmer ausreicht, um daraus einen funktionierenden Generalschlüssel zu bauen. Allerdings haben die Forscher mehrere Tausend Stunden Arbeit benötigt, um alle relevanten Informationen aus der großen Zahl der Schlüsselkarten herauszulesen und sie zu analysieren.

Es gibt simplere Methoden

Wie bereits erwähnt, ein einfacher Einbrecher kann mit den Schwachstellen der RFID-Schließsysteme für Hoteltüren wenig anfangen. Es sei denn, er ist ein IT-Spezialist und weiß, welche Hoteltüren mit welchen Systemen gesichert sind. Selbst die Forscher betonen, dass es deutlich einfachere Methoden und Mittel gibt, in ein Hotelzimmer einzubrechen. Sie erwähnten allerdings nicht, dass es sehr wahrscheinlich für viel Aufsehen sorgt, wenn eine Hoteltür mittels Stemmeisen oder einem ähnlichen Werkzeug geöffnet wird. Das völlig lautlose Öffnen mit einem Generalschlüssel hingegen bemerkt so schnell niemand.

Die Gäste sind sicher

Auch wenn die RFID-Schließsysteme für Hoteltüren besagte Schwachstellen haben, können sich die Gäste in ihren Zimmern stets sicher fühlen. Die F-Secure Spezialisten haben nicht vor, alle wichtigen Einzelheiten zu veröffentlichen, die jeder kennen sollte, der Hoteltüren mit einem Generalschlüssel öffnen möchte. Zudem haben die Hotels, die betroffen sind, neue Systeme entwickeln lassen, die auch bereits Anwendung finden.

Das digitale Zeitalter hat auch seine Schattenseiten, wie die Schwachstellen der RFID-Schließsysteme für Hoteltüren deutlich machen. In früheren Zeiten, als es noch richtige Schlüssel für Hoteltüren gab, reichte es aus, vom Schlüssel einen Wachsabdruck anzufertigen, um den Schlüssel nachmachen zu lassen. Wer heute auf einfachem Weg in ein Hotelzimmer einbrechen möchte, der hat Pech. Das RFID-Schließsystem zu überlisten, ist leider nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Beitragsbild: depositphotos.com / 70912099@BrianAJackson
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Autor(in) Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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