RFID Angriffsmethoden

So gefährlich sind die RFID Angriffsmethoden

Immer wenn es um eine neue Technik geht, mit der sich Geld verdienen lässt, sind Kriminelle meist nicht fern, um sich ebenfalls daran zu bereichern. Die moderne RFID-Technik macht da leider keine Ausnahme. Auch sie ist anfällig für Störangriffe, denn die RFID Angriffsmethoden sind vielseitig und die Datendiebe kommen immer auf neue Ideen. Die Angreifer konzentrieren sich dabei in den meisten Fällen auf den Transponder, der im jeweiligen System steckt. Die Kriminellen haben dabei leichtes Spiel, denn der Transponder steht jederzeit zur Verfügung und bietet damit das größte Potenzial, wenn es um Gefahren aller Art geht.

Lässt sich ein Transponder so einfach zerstören?

RFID AngriffsmethodenWie leicht sich ein RFID-Transponder zerstören lässt, haben in der Vergangenheit zahlreiche Versuche gezeigt. Zu den einfachsten RFID Angriffsmethoden gehört das Zerstören der RFID-Antenne, entweder durch chemische Mittel oder durch eine mechanische Manipulation. Die Antennen zu durchschneiden oder sie gleich ganz abzubrechen, ist eine gängige Methode der Zerstörung des Transponders. Das Gleiche gilt für den Chip, der einen Schlag mit dem Hammer nicht übersteht. Auch den Chip in die Mikrowelle zu legen, gehört zu den RFID Angriffsmethoden. Zudem gibt es noch den sogenannten RFID-Zapper, der ebenfalls in der Lage ist, den Chip zu zerstören. In diesem Fall wird durch eine Spule nur für eine kurze Zeitspanne ein sehr starkes elektromagnetisches Feld erzeugt, was einem Impuls ähnelt. Dieses Feld erzeugt dann wiederum eine Spannung im RFID-Chip, sodass die Schaltung einfach durchbrennt.

Wie können RFID Angriffsmethoden effektiv verhindert werden?

Damit es erst gar nicht zu Angriffen auf den Transponder im RFID-Chip kommt, sollten schützende Maßnahmen ergriffen werden. Besonders effektiv ist das Abschirmen des Transponders, damit sowohl die elektromagnetischen, als auch die magnetischen Strahlungen keine Chance mehr haben. Besonders simpel ist Alufolie, die sich als Möglichkeit der Abschirmung gegen RFID Angriffsmethoden einen guten Namen gemacht hat. Die Folie, die in jedem Haushalt zu finden ist, erweist sich immer wieder als sicherer Schutz vor Angriffen aller Art. Das Metall in der Folie wirkt wie ein Schutzschirm, allerdings immer nur so lange, wie die Alufolie „in Betrieb ist“. Wird die Folie entfernt, dann gibt es auch keinen Schutz mehr, der Transponder ist wieder einsetzbar und ohne Schutz. Wer neben seinen Kredit- und Bankkarten auch seine persönlichen Daten im Reisepass schützen möchte, sollte zur speziellen Geldbörse oder Brieftasche greifen, in denen die Schutzvorrichtungen bereits integriert sind.

Identitätsdiebstahl und die weitreichenden Folgen

Konzentrieren sich die RFID Angriffsmethoden nur auf den Diebstahl von Geld, dann sind Bankkarten oder Kreditkarten das Ziel des Angriffs. Geld zu verlieren, ist eine schlimme Sache, lässt sich aber noch verkraften. Eindeutig unangenehmer ist der Diebstahl von persönlichen Daten, der sogenannte Identitätsdiebstahl. RFID-Chips befinden sich nicht nur auf Kreditkarten, sondern auch in Personalausweisen, Reisepässen und den Gesundheitskarten, die die Krankenkassen an ihre Mitglieder ausgeben. Selbst wenn die Regierung gerne immer wieder versichert, dass es so gut wie unmöglich ist, an diese auf dem Chip gespeicherten Daten zu gelangen, so kommt es trotzdem vermehrt zu dieser besonderen Art von Diebstahl.

Die Diebe gehen beispielsweise mit den gestohlenen Daten auf Einkaufstour oder fälschen Papiere, wobei die Bestohlenen selbst davon keine Ahnung haben. Sie haben es in der Regel nicht leicht, ihre Unschuld zu beweisen, da sie ja noch ihre Personaldokumente besitzen. Der Diebstahl der Identität ist einer der perfidesten RFID Angriffsmethoden und kommt in der heutigen Zeit immer häufiger vor.

RFID Angriffsmethoden – Wie arbeiten die Kriminellen?

Das Verbrechen schläft nicht und ist immer auf der Höhe der Zeit. Dies beweisen die Zahlen der Landeskriminalämter, die sich mit Datendiebstahl befassen. Selbst wenn die Technik noch so ausgereift ist, es gibt immer die eine oder andere Möglichkeit, sich diese Technik zunutze zu machen. Damit sich Informationen in einem RFID Transponder speichern lassen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die aber alle recht komplex sind. Die einfachste Art funktioniert mit einem sogenannten „Read-only-Transponder“, der nur über eine Kennung in Form einer fest programmierten Seriennummer verfügt.

Kommt der Transponder aber in das Feld eines Lesegerätes, das stark genug ist, dann fängt der Transponder ganz automatisch an, die Seriennummer zu senden. Das Lesegerät zeichnet alle Informationen auf und der Diebstahl ist damit praktisch abgeschlossen. Alles, was der Dieb tun muss, ist mit seinem Lesegerät nah genug an sein Opfer heranzukommen. Diese Geräte sind heute sehr diskret und der Bestohlene merkt nichts von der Aktion. Der Angreifer klont die Daten, die er möchte, denn das Lesegerät ist nicht in der Lage, zwischen einem Klon und dem echten Transponder zu unterscheiden.

Die Übertragung unterbrechen

Eine andere Möglichkeit für Kriminelle, unbemerkt zu stehlen, besteht darin, mit einem Störsender zu arbeiten. Diese Vorgehensweise ist sehr einfach, aber leider auch sehr effektiv. Die Diebe versuchen dabei, die Übertragung der Daten zwischen einem RFID Transponder und dem Lesegerät zu unterbrechen. Dies wird durch ein einfaches Störsignal meist schon nach kurzer Zeit erreicht. Auch bei dieser Angriffsmethode kann der Schaden erheblich sein. Wie bei der „Read-only-Transponder“ Methode, suchen sich die Diebe auch hier gerne einen Ort aus, an dem sich viele Menschen aufhalten. In der Menschenmenge fallen sie mit ihrem Equipment nicht auf, denn um Erfolg zu haben, müssen sie so nahe wie möglich bei ihrem Opfer sein. Einkaufszentren, Fußballstadien, Konzerthallen oder Weihnachtsmärkte und Jahrmärkte sind beliebte Orte für diese speziellen Arten von Diebestouren.

So macht man den Dieben das Leben schwer

Um den zahlreichen RFID Angriffsmethoden erfolgreich zu entgehen, helfen oftmals einfache Dinge, wie beispielsweise Alufolie. Wer seine persönlichen Dokumente wie den Reisepass und seine Bank- oder Kreditkarten in ein kleines Stück Alufolie einwickelt, macht den Dieben das Leben schwer. Es gibt aber nicht nur Alufolie, die den Diebstahl stoppen kann, auch besondere Portemonnaies und kleine Mappen speziell für Dokumente sind eine sichere Sache und schützen vor Langfingern der besonderen Art.

Fazit zu den RFID Angriffsmethoden

Die RFID Angriffsmethoden werden immer ausgefeilter und präziser. Auf der anderen Seite gehört die RFID-Technik die Zukunft. Schon heute ist kontaktloses Bezahlen auf dem Vormarsch und wird eines Tages vielleicht sogar das Bargeld ablösen. Ähnlich sieht es bei den Personaldokumenten aus, auch sie gehen mit der Zeit. Die neue Technik soll sie fälschungssicher machen, aber leider macht diese Technik sie zugleich anfällig für den Diebstahl und Missbrauch von Daten.

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