RFID Grenzen

Innovativ, zukunftsweisend und wichtig – das sind nur drei positive Aspekte, die die Befürworter von RFID nennen. Nach Ansicht von Anwendern und Herstellern können die RFID-Systeme die Welt in den kommenden Jahren revolutionieren, jedoch gibt es RFID Grenzen. Die Gegner sehen nicht nur die doch recht eng gesteckten RFID Grenzen, sie halten die Technik zudem für nicht ausgereift und sehr anfällig für Störungen. Noch schlimmer fällt das Urteil der Datenschützer aus. Die prophezeien bereits heute, dass die Menschen es sich nicht gefallen lassen, wenn sie in naher Zukunft flächendeckend per RFID-Technik überwacht werden.

Große Probleme

Sicher hat die RFID-Technik eine Reihe von Vorteilen, die das Leben leichter und einfacher machen. Aber in den kommenden Jahren wird sich zeigen, wie weit die Leistungsfähigkeit geht und wo die RFID Grenzen sind. Schon heute steht fest, dass es auf jeden Fall RFID Grenzen gibt und dass die Leistungen schnell erschöpft sind. Zu den größten RFID Grenzen gehört die noch geringe Verbreitung. Für diese Hürde hat sich bisher noch keine Lösung gefunden, aber eine Lösung ist dringend notwendig. Beschränkt sich die RFID-Technologie nur auf einige wenige Bereiche, bleibt die Technik weit unter ihren eigentlichen Möglichkeiten. Das macht sie dann wiederum sehr teuer, denn RFID lohnt sich nur, wenn die vielen Systeme nahtlos ineinander übergreifen. Ein problemloser Ablauf in der Logistik, im Einzelhandel und Verkauf, aber auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens ist nur möglich, wenn alle mitmachen. Davon ist die RFID-Technik aber noch sehr weit entfernt.

Nur in geschlossenen Systemen


Die RFID Grenzen sind meist schnell gezogen, beispielsweise innerhalb eines Unternehmens. Wenn ein Unternehmen mit einem geschlossenen RFID-System hervorragend arbeitet, reicht das nicht aus. Meist beginnen die RFID Grenzen außerhalb des Unternehmens, wenn die Logistik nicht mehr mitspielt oder die Zulieferer ohne RFID-Technik arbeiten. Diese geringe Verbreitung und die damit engen RFID Grenzen sorgen dafür, dass diese Technik momentan noch sehr teuer ist. Vor allem viele kleine und mittelständische Unternehmen können sich die meist teure Umrüstung einfach nicht leisten. Zudem kommen, abgesehen von den hohen Umrüstungskosten, noch andere Kosten auf die Firmen zu. Für Konsumgüter reicht es oft nur zu passiven Transpondern, aber diese sind lange nicht so leistungsfähig wie die aktiven Transponder. Das sind grundsätzliche Probleme, die aufzeigen, wie schnell die RFID Grenzen erreicht sind. Die RFID Grenzen zeigen sich außerdem in der Technik selbst.

Was tun mit den Störsignalen?

Ein großes Problem, das noch immer nicht ganz gelöst ist, sind unter anderem die Störsignale. Diese störenden Signale machen die Übertragung von Daten unmöglich und verhindern einen reibungslosen Ablauf innerhalb eines Kreislaufs. Diese RFID Grenzen treten beispielsweise in einem Kaufhaus auf, wenn die Waren mit Transpondern ausgestattet sind. Ein anderes Problem in diesem Bereich sind Störsignale, die jemand absichtlich aussendet. Es gibt Mittel und Wege, die jeweiligen Frequenzen sicherer zu machen, aber das kostet allerdings viel Geld, was nicht alle Unternehmen haben. Die RFID Grenzen beginnen immer dort, wo es nicht mehr gelingt, die Transponder effektiv abzuschirmen. Störsignale sind jedoch nur ein Beispiel dafür, wie eng die RFID Grenzen gezogen sind. Ein anderes Problem betrifft die Auszeichnung von bestimmten Produkten.

Ist vieles übertrieben?

Immer wenn ein Produkt einen hohen Anteil an Wasser oder Metall besitzt, besteht die Möglichkeit, dass sich die Daten nicht auslesen lassen. In diesen Fällen sind die elektromagnetischen Felder gestört. Zwar arbeitet die Wissenschaft daran, dieses Problem in den Griff zu bekommen, aber diese RFID Grenzen bestehen nach wie vor. Ein anderes Problem, mit dem die neue Technik immer wieder konfrontiert wird, ist die Leseentfernung zwischen dem Transponder und dem Lesegerät. Meist ist diese Entfernung viel zu gering. Das führt letztendlich dazu, dass beispielsweise die Kasse in einem Geschäft die Daten nicht mehr auslesen kann. Vor allem bei großen Geschäften wird das schnell zu einem Problem. Die Befürworter der RFID Technik übersehen diese Probleme gerne und verweisen immer wieder auf die großen Erfolge, die diese Technik mit sich bringt. Dabei übersehen sie die RFID Grenzen und die Aspekte, an denen das System noch immer kränkelt. Die Befürworter halten die Kritik für übertrieben und genau das kann sich nachteilig auf die weitere Entwicklung auswirken.

Die nächsten Jahre sind entscheidend

Die nächsten Jahre sind entscheidend, wenn es um die weitere Entwicklung der RFID-Technik geht. In anderen Ländern ist die Technik schon deutlich weiter, selbst wenn sich das nicht immer mit den Datenschutzbestimmungen in Deutschland vereinbaren lässt. Der Datenschutz ist eine der größten Hürden für die RFID-Technologie. Wie sicher ist der Schutz der Daten, wenn RFID flächendeckend zum Einsatz kommt? Selbst wenn die Kunden oder die Angestellten wissen, was mit ihren Daten geschieht, macht das die RFID-Technik nicht unbedenklicher. Im Interesse der Kunden und Angestellten sollte liegen, dass sie in Zukunft auch die Möglichkeit haben, zu bestimmen, was mit ihren Daten geschieht. Nimmt man ihnen diese Wahlmöglichkeit, wird die Akzeptanz für die RFID-Technik immer weiter abnehmen.

Deutlich kennzeichnen

Vor allem im Handel ist RFID für die Zukunft von größtem Interesse und ausgerechnet hier liegen die größten Probleme. Die Kunden müssen wählen können, ob sie einen Artikel mit RFID kaufen oder lieber ohne. Der Handel muss seine Waren kennzeichnen, jedoch hier gibt es Schwierigkeiten. Die Händler fürchten, dass die Kunden die Artikel mit einem RFID-Chip nicht mehr kaufen. Wichtig ist allerdings, dass die Kunden diese Produkte kaufen, denn nur auf diese Weise kann ein geschlossenes RFID-System tatsächlich funktionieren. Durch die vielen Bedenken der Datenschützer sind die Kunden zudem noch verunsichert. Sie zu überzeugen, wird eine Aufgabe für die nahe Zukunft sein.

Fazit

Wie bei jeder neuen Technologie, so muss auch die RFID-Technik mit vielen Problemen und noch mehr Vorurteilen kämpfen. Die RFID-Technik gibt es zwar schon seit vielen Jahren, doch leider hat die Skepsis nicht abgenommen. Es sind vor allem die Datenschützer, die immer wieder darauf hinweisen, wie problematisch RFID sein kann, vor allem bei einem verantwortungslosen Umgang mit der Technik. Es liegt daher an den Geschäften und Kaufhäusern, ihre Kunden über die Vorteile eines RFID-Systems aufzuklären. Sie müssen ihren Kunden deutlich machen, dass dieses System auch zu ihren Gunsten arbeitet. Die meisten Menschen wissen zu wenig über diese Technik, die die Zukunft bestimmen wird.

Beitragsbild: depositphotos.com / 247631386 @ nakhonbato.gmail.com

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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