Parken ohne Bargeld

Jeder Autofahrer kennt das Problem der lästigen Suche nach dem Kleingeld für den Parkautomaten. Auch im digitalen Zeitalter gibt es tatsächlich immer noch Parkautomaten in Parkhäusern, die weder Geldscheine noch Kredit- oder Bankkarten annehmen. Sie wollen Bargeld sehen und nicht jeder hat die Münzen passend in der Geldbörse. Dabei ist das Parken ohne Bargeld dank der modernen RFID-Technik schon lange möglich. Ein System wie beispielsweise VIATAG, was die Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut entwickelt haben, macht die lästige Suche nach dem Kleingeld überflüssig.

Parken ohne Bargeld – ein kleiner Chip macht es möglich

Es ist nur ein kleiner, selbstklebender Chip, der 1,5 x zehn Zentimeter misst, der das Parken ohne Bargeld ermöglicht. Dieser Chip wird einfach an der Innenseite der Frontscheibe am Auto angebracht. Der unauffällige Chip kommuniziert mit einem Empfangsgerät, was sich an der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses befindet. Wer den Chip an der Scheibe hat, für den öffnen sich die Schranken ganz automatisch. Alles, was der Autofahrer tun muss, ist sich zuvor registrieren. Die Rechnungen des Parkhauses kann er dann über eine Webseite einsehen und auf Wunsch auch ausdrucken. Die Gebühren für den Parkplatz werden vom Konto abgebucht und der Gang zum Kassenautomaten sowie die Suche nach dem Kleingeld gehören endlich der Vergangenheit an.

Gibt es laufende Kosten?

Wer viel in Parkhäuser parkt, für den lohnt sich das Parken ohne Bargeld. Außer einer einmaligen Gebühr für die Anmeldung, die meistens bei rund 15,- Euro liegt, entstehen für den Autofahrer keine weiteren Kosten. Es gibt aber Parkhäuser, wie beispielsweise das Parkhaus „Citypalais“ in Duisburg, wo die Besucher in einem besonderen „Sparbereich“ 30 Prozent der Parkgebühren sparen können. Die höheren Kosten für diese Form des Parkens kommen nur auf die Betreiber der Parkhäuser zu. Sie müssen die Lesegeräte anbringen und in die bereits bestehenden Systeme einbinden. Auf der anderen Seite fallen aber weniger Kosten für die Erfassung sowie für die Abrechnung der jeweiligen Parkzeiten an.

Ein passiver Chip ist die Lösung

Für den kleinen Chip an der Windschutzscheibe wird die sogenannte passive RFID-Technik genutzt. Das heißt, der Transponder kommt ohne eigene Batterie aus, seine Energie bezieht er allein aus dem elektromagnetischen Feld des Lesegeräts. Die Reichweite zwischen dem Lesegerät und dem Transponder kann dabei bis zu acht Meter betragen. Bei der Einfahrt und wieder bei der Ausfahrt wird das Auto über einen Code mit zwölf Stellen identifiziert. Dieser Code ist so sicher verschlüsselt, dass kein Dritter die Nummer dem jeweiligen Nutzer zuordnen kann. Selbst ein Diebstahl des Transponders hätte keinen Sinn, da sich der RFID-Chip beim Entfernen selbst zerstört.

Fazit zu Parken ohne Bargeld

Parken ohne die mühsame Suche nach Kleingeld ist kein Zukunftsmodell mehr, sondern in vielen Parkhäusern längst Normalität. Bezahlsysteme, die ohne direkte Berührung und ohne Bargeld auskommen, gibt es mittlerweile an vielen Raststätten an der Autobahn, an Tankstellen und in Autowaschanlagen. Dass die Parkhäuser nachziehen würden, war nur eine Frage der Zeit. Alle, die in den Innenstädten arbeiten, wo Parkplätze knapp sind, begrüßen die Parkmöglichkeit mit dem kleinen Chip an der Frontscheibe. So können sie ihr Auto sicher im Parkhaus unterstellen und die Parkgebühren werden einfach vom Konto abgezogen.

Beitragsbild: depositphotos.com / 382585486 @ Wirestock

Ulrike Dietz

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