Desinfektionsmittel

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Corona hat die Welt immer noch fest im Griff und neben Nasen-Mund-Masken stehen vor allem Mittel zur Desinfektion aktuell hoch im Kurs. Es gibt kaum ein Geschäft oder eine Behörde, bei denen am Eingang kein Gerät zur Desinfektion steht, damit die Kunden sich die Hände desinfizieren können. Das, was man heute überall kaufen kann und benutzen muss, gehört für Arztpraxen wie auch für alle Krankenhäuser schon sehr lange zum täglichen Alltag. Ärzte und Pflegepersonal sind es gewohnt, ständig diese Mittel zu benutzen, um damit nicht nur sich, sondern vor allem die Patienten sicher zu schützen. Aber wie sicher ist Desinfektionsmittel eigentlich? Kann es wirklich vor Krankheitserregern schützen oder stellt sich wie bei der Verschreibung von zu vielen Antibiotika schnell eine sogenannte Resistenzbildung ein? Kann das Mittel zum Desinfizieren noch helfen, wenn es zu oft verwendet wird?

Desinfektionsmittel * werden als Substanzen bezeichnet, die durch ihre chemische Zusammensetzung die Fähigkeit haben, mikrobizid zu wirken. Das heißt, Desinfektionsmittel sind in der Lage, Mikroorganismen zu töten, die Krankheiten versuchen können. Neben der Desinfektion gibt es noch die Möglichkeit der Sterilisation, um Krankheitserreger abzutöten, aber zwischen diesen beiden Optionen gibt es gravierende Unterschiede. Im Unterschied zur Sterilisation werden bei einer Desinfektion die mikrobiologischen Krankheitserreger nicht immer vollständig eliminiert, sondern lediglich auf eine ganz bestimmte Variante der Keime reduziert. Der dahinter stehende Sinn ist nämlich, dass einige Bakterienstämme für den menschlichen Organismus lebensnotwendig sind.

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Die Gefahr einer Infektion, die von Mikroorganismen ausgeht, ist demzufolge an eine spezifische Populationsdichte gebunden. Erst wenn eine bestimmte Untergrenze von Krankheitserregern erreicht wird, sind sie auch für den Organismus gefährlich.

Die Geschichte der Desinfektion

Nicht erst seit der Corona-Pandemie spielt die Desinfektion eine wichtige Rolle. Es beginnt schon in der Antike, und zwar mit Asklepios, dem Gott der Medizin und seiner Tochter Hygieia, der Göttin der Gesundheit. Sie lebten in einem Tempel, zusammen mit heiligen Schlangen und boten Schlafplätze für kranke Menschen an. Im Traum wurden Asklepios seine Heilmethoden offenbart. Sein Wahrzeichen ist ein Stab, um den sich eine Schlange windet und bis heute ist es das Symbol der ärztlichen Heilkunst.

Der berühmteste Arzt der Antike war jedoch der Grieche Hippokrates, der als erster Mediziner vorbeugende Maßnahmen empfahl, um Seuchen keine Chance zu geben. 1348 rollte die erste große Pestwelle, die aus Asien kam, über Europa hinweg. In Venedig wurde damals die Quarantäne erfunden, denn Schiffe, die den Hafen anliefen, durften für die Dauer von 40 Tagen nicht angerührt werden. Die Seeleute stellten auf diese Weise zwar keine Gefahr für die Bevölkerung dar, die Ratten aber sehr wohl. Sie trugen die Pest durch ganz Europa. Dabei waren die Ratten nicht selbst der Überträger, sondern die winzigen Flöhe, die in ihrem Fell lebten.

Es war ein Kaufmann aus den Niederlanden, dem die Menschen die Erkenntnis verdanken, dass es Lebewesen wie die kleinen Flöhe gibt, die sich mit bloßem Auge nicht erkennen lassen. Der Mann hieß Antoni van Leeuwenhoek und er baute Mitte des 17. Jahrhunderts das erste Mikroskop. Damit machte er erstaunliche biologische Entdeckungen, die in der Geschichte der Desinfektion eine maßgebliche Rolle spielen.

Von Semmelweis bis Pasteur

DesinfektionsmittelAls Ignaz Philipp Semmelweis 1846 in einer Gebärklinik in Wien seine Stelle als Assistenzarzt antrat, konnte er nicht ahnen, dass er der „Retter der Mütter“ wird. Zu dieser Zeit hatte die Sterblichkeit der Mütter durch das sogenannte Kinderbettfieber seinen Höhepunkt erreicht. Semmelweis erkannte sehr schnell den Grund, es war die fehlende Hygiene, denn Ärzte, Schwestern und Hebammen infizierten die Gebärenden mit Keimen. Semmelweis führte das gründliche Händewaschen mit Wasser und Chlorkalk ein, als Folge ging die Sterblichkeit drastisch zurück. Moderne Desinfektionsmethoden verdankt die Menschheit aber Robert Koch und Louis Pasteur. Kochs Grundwissen über die bakterielle Infektion ist bis heute gültig und die Arbeit von Pasteur hat Krankheiten wie Milzbrand und Tollwut ihren Schrecken genommen.

Was muss ein Mittel zur Desinfektion können?

Jedes Mittel für die Desinfektion, sei es für den professionellen Einsatz im Krankenhaus oder zu Hause, sollte eine Reihe von Anforderungen erfüllen.

  • Hierzu gehören:
  • Jedes Mittel muss eine sogenannte ausreichende Eindringtiefe erreichen.
  • Ein gutes Mittel zur Desinfektion ist nur in einem sehr geringen Maße systemisch toxisch.
  • Desinfektionsmittel sollten die Krankheitserreger umfassend und vor allem schnell reduzieren.
  • Es sollte immer eine Wirkungsbeständigkeit gegenüber einem organischen Material gegeben sein.
  • Jedes Desinfektionsmittel muss ein langes Haltbarkeitsdatum haben.
  • Wichtig ist, dass das Mittel auch biologisch abbaubar ist.
  • Die Belastung durch den Geruch muss vor allem im medizinischen Bereich so gering wie eben möglich sein.
  • Besonders wichtig ist zugleich, dass das Mittel für die Haut wie auch für die Schleimhäute und für offene Wunden unbedenklich ist.

Wie wirken Desinfektionsmittel?

Desinfektionsmittel *, die in Kliniken oder Arztpraxen im Einsatz sind, töten gezielt die Mikroorganismen ab, gegen die sie zum Einsatz kommen. Dabei dürfen diese Mittel jedoch keine Stoffe enthalten, die das umliegende Gewebe entweder verändern oder sogar schädigen können. Wird bei einem operativen Eingriff ein desinfizierendes Mittel in die Wunde gegeben, darf auf gar keinen Fall die intakte, noch offenen Haut oder das Gewebe in der direkten Umgebung der Wunde beeinträchtigt werden.

Ein Desinfektionsmittel wirkt außerdem immer denaturalisierend. Das bedeutet: Das Mittel verändert alle Strukturen der Mikroorganismen, die Eiweiß enthalten und zerstört sie dann. Es gibt einige Desinfektionsflüssigkeiten, die haben die Fähigkeit, die sogenannten Lipidmembranen, also die äußere Hülle von Viren, oder die Nukleinsäuren der Keime, schwer zu schädigen. Ein gutes desinfizierendes Mittel kann allerdings noch mehr, es verfügt über einen spezifischen Wirkstoff, eine Art Hilfsmittel. Dieses Hilfsmittel sorgt dafür, dass der eigentliche Wirkstoff wirklich an den Ort gelangt, an dem er so dringend gebraucht wird.

Durch ihre unterschiedliche Wirkungsweise lassen sich alle desinfizierenden Mittel in folgende Kategorien unterteilen:

  • Oxidation
  • Die Denaturierung von Proteinen (Eiweißen)
  • Eine Senkung der Oberflächenspannung
  • Hemmung der Enzyme
  • Eine Veränderung der Nukleinsäuren

Auf die richtige Kombination kommt es an

Die Wirkung bei allen gängigen Desinfektionsmitteln * wird durch die immer wieder unterschiedlichen, aber stets spezifischen Inhaltsstoffe ausgelöst. Vielfach kommt es auf die richtige Kombination mehrerer Stoffe an, wie effektiv oder weniger effektiv ein Desinfektionsmittel wirkt. Geht es speziell um eine Denaturierung von Proteinen, also Eiweißen, dann ist ein Mittel, was Aldehyde und Alkohol enthält, die richtige Wahl. Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob es sich um ein saures oder ein basisches Medium handelt. Sollen Mikroorganismen oxidiert werden, dann ist ein Desinfektionsmittel, das Wasserstoffperoxid enthält, genauso richtig, denn das Wasserstoffperoxid spaltet die Elektronen in den Keimen effizient ab.

Damit die Anfälligkeit der Krankheitserreger sinkt, ist das Absenken der Oberflächenspannung von großer Bedeutung. Bei Desinfektionsmitteln lässt sich dies erreichen, wenn sogenannte Phenole beigemischt werden. Als beispielsweise die Syphilis noch vermehrt auftrat, kamen Desinfektionsmittel mit Schwermetallverbindungen zum Einsatz. Sie sollten dafür sorgen, die Enzyme der Erreger zu hemmen und ihre Ausbreitung zu verhindern. Eine weitere große Gruppe der Desinfektionsmittel * beinhaltet noch Peroxycarbonsäuren (Persäuren), die die Eigenschaft haben, den Aufbau der Nukleinsäuren zu verändern. Dabei wirken sie im Prinzip wie ein Oxidationsmittel.

Die genaue Zusammensetzung eines Desinfektionsmittels

Wer sich die Zusammensetzung der einzelnen Desinfektionsmittel * einmal genauer anschaut, wird viele Inhaltsstoffe finden, die in fast jedem der bekannten Mittel zu finden sind.

Dazu gehören:

  • Glycerol
  • Propan
  • Mecetroniumetilsulfat
  • Butan
  • Tetradecan

Die Mittel aus dem Hause Hartmann oder Schülke sind alle sowohl antibakteriell als auch viruzid und in der Lage, sogar behüllte Viren wie das Coronavirus abzutöten. Einfache Desinfektionsmittel * für die Hände, wie sie beispielsweise von Balea oder Sagrotan angeboten werden, sind in der Regel kein sicherer Schutz vor dem Coronavirus, denn sie sind nur antibakteriell und enthalten keine Inhaltsstoffe, die Viren abtöten können.

Desinfektionsmittel richtig nutzen

Selbst wenn die Wirkstoffe und Kombinationen der Wirkstoffe in den einzelnen Desinfektionsmitteln immer unterschiedlich sind, die Dauer der Nutzung ist bei allen Mittel gleich: Wer sich die Hände desinfiziert, sollte dafür immer 30 Sekunden Zeit einplanen. Drei Milliliter der Lösung, also die Kuhle in der hohlen Hand vollständig gefüllt, sind ebenfalls ein Standardmaß. Wichtig ist zudem, das Mittel richtig zu verteilen, hier gibt es ebenfalls ein festes Schema. Es reicht nicht, das desinfizierende Mittel nur zwischen den Handflächen und auf den Handrücken zu verteilen, auch die Fingerzwischenräume, die Daumen sowie die Spitzen der Finger dürfen nicht vergessen werden.

Handelt es sich hingegen um eine Desinfektion der Hände aus hygienischen Gründen, dann werden auch die Handgelenke mit eingerieben. Nicht notwendig ist das Einreiben der kompletten Unterarme, diese Form der Desinfektion ist nur bei Chirurgen üblich. Bei einer Inaktivierung von bestimmten Erregern, wie beispielsweise der Pseudomonas-Stämme, ist es sehr wichtig, das desinfizierende Mittel nach Möglichkeit lange Zeit einwirken zu lassen.

Wo liegt der Unterschied zwischen viruziden und nicht begrenzten Desinfektionsmitteln?

In einigen Desinfektionsmitteln * kommen unterschiedliche Alkohole zum Einsatz. Da gibt es die Mittel mit Ethanol und andere, in denen Isopropanol zu finden ist, möglich ist zudem eine Kombination aus beiden Formen des reinen Alkohols. Je nachdem, wie hoch die Konzentration ist, so unterschiedlich sind zugleich die Wirkspektren. Manche Lösungen sind nur bakterizid, andere wiederum auch viruzid. Das Robert-Koch-Institut, kurz RKI, hat eine umfangreiche Liste veröffentlicht, in der die verschiedenen Anwendungsbereiche genau unterteilt sind:

  • Wirkungsbereich A umfasst nur Bakterien und Pilze.
  • Wirkungsbereich B umfasst Viren, ist also viruzid.

Ein viruzides Desinfektionsmittel *, was für die Hände verwendet wird, wirkt nicht nur gegen Pilze, sondern auch gegen Bakterien und Viren. Allerdings kommt es auch hier auf die genaue Zusammensetzung eines desinfizierenden Mittels an, ob ein viruzides Mittel in der Lage ist, nur sogenannte behüllte oder unbehüllte Viren zu töten.

Ist ein desinfizierendes Mittel bakterizid, dann tötet es in erster Linie Bakterien, jedoch keine Sporen ab, zu denen auch Bacillus- und Clostridium-Stämme gehören.

Ein fungizides Desinfektionsmittel * tötet Pilze wie beispielsweise Hefepilze ab.

Ein viruzides Mittel ist für die behüllten und die unbehüllten Viren zuständig

Handelt es sich um ein begrenzt viruzides Desinfektionsmittel, dann tötet es lediglich behüllte Viren sowie Adeno-, Noro- und Rotaviren ab.

Das Coronavirus oder SARS-CoV-2, wie es wissenschaftlich heißt, ist ein behülltes Virus. Demzufolge kommen für die Desinfektion der Hände sowohl ein viruzides wie auch ein begrenzt viruzides Mittel infrage.

Leichter zu vernichten

Das Coronavirus, wie auch fast alle anderen Grippeviren oder die Erreger von Mumps, Masern und Ebola, gehören alle zu den behüllten Viren. Sie machen es einem Mittel zur Desinfektion einfach, sie zu vernichten, denn sie lassen sich meist ohne weitere Probleme inaktivieren. Bei den nicht behüllten Krankheitserregern ist das schon deutlich schwieriger. Für die häufige Desinfektion der Hände, wie sie aktuell notwendig ist, kommt deshalb in der Regel ein auf Ethanol basierendes Mittel zum Einsatz, was mindestens 62 Prozent Ethanol enthält. Desinfektionsmittel *, die Alkohol enthalten und auf der Basis von Propanol hergestellt wurden, sind ebenfalls begrenzt viruzid und damit effektiv gegen das Coronavirus. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn die Hände auch wirklich nach den Vorgaben desinfiziert werden.

Erfolgt die Desinfizierung nach den Standardregeln und können die Hände anschließend an der Luft trocknen, dann vernichtet das Mittel Viren wie das Coronavirus auch zuverlässig. Zu Hause ist es übrigens nicht notwendig, die Hände ständig zu desinfizieren, hier reicht es völlig aus, die Hände mehrmals am Tag gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Anders sieht es allerdings aus, wenn Menschen mit im Haushalt leben, die anfällig für Infekte sind. Dies ist bei älteren Menschen oder bei chronisch Kranken der Fall. Hier ist ein viruzides Desinfektionsmittel * sinnvoll.

Was ist besser, flüssiges Desinfektionsmittel oder Gel?

Mittel, um sich die Hände zu desinfizieren, sind aktuell im Handel überall zu finden. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, manche riechen sehr angenehm, andere weniger gut und auch die Konsistenz ist immer verschieden. Beliebt sind flüssige Desinfektionsmittel *, im Einsatz sind die Mittel zum Schutz auch in Form eines festeren Gels. Viele Menschen fragen sich: Wo liegt der Unterschied zwischen einem flüssigen Mittel zur Desinfektion und einem Gel? Spielt die Qualität eine Rolle oder schützen beide Formen gleich gut? Um es vorweg zu sagen, beide Formen der Handdesinfektion schützen gleich gut, denn sowohl im Gel als auch in der Flüssigkeit sind nahezu die gleichen Wirkstoffe zu finden. Laut einiger Hersteller sind Flüssigkeit und Gel zur Desinfektion der Hände in der Lage, mehr als 99 Prozent der Bakterien und Pilze, aber nicht immer der Viren abzutöten.

Der Vorteil bei einer Flüssigkeit liegt darin, dass sie relativ schnell in die Haut einzieht und nicht schmiert. Gel hingegen braucht etwas länger, um vollständig von der Haut aufgenommen zu werden. Es ist jedoch nicht rückfettend und enthält bei einigen Herstellern zusätzlich noch pflegende Inhaltsstoffe. Sowohl bei einem Gel als auch bei einer Flüssigkeit für die Händedesinfektion ist es wichtig, darauf zu achten, dass diese Mittel immer dermatologisch getestet wurden.

Wie wirksam sind Desinfektionsmittel wie Sprays und Tücher?

Neben Gels und flüssigen Mitteln zur Desinfektion hält der Handel noch Sprays und Tücher bereit. Sprays zum Desinfizieren sind in jedem Fall eine gute Wahl, wenn es darum geht, größere Flächen keimfrei zu bekommen. Für die Hände lässt sich das Spray ebenfalls verwenden, beispielsweise auf einer Reise. Das Gleiche gilt für Desinfektionstücher, die vielfach in 10er Packs angeboten werden. Sie lassen sich einfach im Kulturbeutel, im Rucksack oder in der Handtasche verstauen und sind aus diesem Grund schnell zur Hand. Bei den Desinfektionstüchern ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Mehrzahl der Produkte, die auf dem Markt sind, wirken lediglich antibakteriell, aber nicht viruzid bei behüllten Viren wie dem Coronavirus. Ein solches Tuch sollte nur einmal Verwendung finden und anschließend entsorgt werden. Zwar kann ein desinfizierendes Spray Mikroorganismen verringern, aber leider nicht immer vollständig vernichten.

Wichtig ist es, Handflächen sowie Handrücken und die Fingerzwischenräume gründlich ein zu sprayen und das Spray danach mindestens 30 Sekunden trocknen lassen. Dieser Zeitraum reicht in den meisten Fällen aus, um die Krankheitserreger zu vernichten. Handelt es sich um einen Erreger, der Durchfallerkrankungen auslösen kann, sollte das Spray eine Minute einwirken. Dies ist bei behüllten Viren wie dem Noro- und dem Rotavirus der Fall.

Welche Gefahren können von desinfizierenden Mitteln ausgehen?

Der bekannte Satz „Viel hilft viel“, trifft auf Desinfektionsmittel * leider nicht zu. Bei einer unsachgemäßen Anwendung des Mittels kann es zu Resistenzen gegenüber den Krankheitserregern kommen, gegen die das Mittel eigentlich schützen sollte. In einem Desinfektions- oder Hygieneplan sind die Maßnahmen ausführlich und exakt aufgelistet. In einem solchen Plan steht, wann beispielsweise ein Bakterizid eingesetzt werden sollte. Handelt es sich „nur“ um eine fungizide Verunreinigung, also um ein Problem mit Pilzen, dann ist es nicht notwendig, ein Bakterizid zu verwenden. Hier ist ein Viruzid die bessere Wahl, weil es besser mit Pilzen fertig wird. Ähnlich wie der übermäßige Umgang mit Desinfektionsmitteln ist auch das ständige Waschen der Hände kontraproduktiv.

Ärzte sehen es mittlerweile als kritisch an, da sowohl die Seife als auch das Mittel zur Desinfektion die Haut nachhaltig schädigen können. Die Seife und die Mittel zur Desinfektion zerstören nach und nach den natürlichen Säureschutzfilm der Haut und die Haut leidet. In Berufen, in denen sich das Waschen und Desinfizieren der Hände nicht vermeiden lassen, wird anschließend eine Creme verwendet, die viel Fett enthält. Sie entlastet die überstrapazierte Haut und hilft ihr aktiv dabei, sich wieder zu regenerieren.

Fazit zu Desinfektionsittel

Desinfektionsflüssigkeiten in großen Mengen werden seit 1889 produziert. Die Firma Schülke aus Hamburg brachte als erstes Unternehmen spezielle Hygienemittel auf den Markt, die bis heute dabei helfen, Infektionen erfolgreich zu bekämpfen. Heute hat jeder die große Auswahl, was Desinfektionsmittel * angeht. Die können eine Krankheit zwar nicht heilen, aber sie haben die gute Eigenschaft, die Erreger der Krankheit zu eliminieren.

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